Was halten Sie davon?

Schreiben Sie doch Ihre Haltung dazu, wenn Sie mögen. Es interessiert mich sehr. Sie dürfen auch anonym bleiben.

Latexpuppe 49

Hier möchte ich Ihnen meine Latexpuppe 49 vorstellen und eine Einladung aussprechen.

Sinn und Zweck dieser Aktion ist, das nächste Langzeitprojekt mit Latexpuppe 49 vorzubereiten. Ich möchte hiermit vor allem interessierte private Ladies (evtl. auch Paare) und Sklavinnen ansprechen, die Interesse haben, an einer Vorführung und ausgiebigen Benutzung meiner Latexpuppe 49 teilzunehmen.

Ich kenne Latexpuppe bereits seit weit über 20 Jahren. Seither muss sie jährlich ein- zweimal eine weite Reise antreten, um sich in einem intensiven Langzeitprojekt meiner Erziehung und Dressur zu stellen. Seit vielen Jahren sind Lady Leona und meist auch Sklavin June an meiner Seite, um Latexpuppe 49 höchsten Anforderungen und Ansprüchen zu unterstellen. Sehr stimmig sind dabei die Themen Atemreduktion und Hypnosetraining, die Lady Leona hervorragend beherrscht. Sklavin June dient Latexpuppe 49 als tröstende Gefährtin und zugleich als Ansporn und Maßstab dienender und Schmerzen annehmender Hingabe. Immer wieder habe ich Latexpuppe 49 auch fremden Herrinnen zur Dressur und Benutzung übergeben, damit ich sicher gehen, dass sich keine Einseitigkeiten oder Bequemlichkeiten einspielen. So war Latexpuppe z.B. beim Intensivtraining im Atelier du Mal bei Madame Isis und unter der strengen Obhut von Lady Marlon im Avalon in Berlin und v.a.m.

Sie werden sicher auf dieser Seite noch Näheres zu den laufenden Vorbereitungen, Zeit, Ort und andere Themen, die für Ihre mögliche Teilnahme an der Vorführung interessant sind, erfahren. Bei Interesse oder wenn Sie Fragen haben, melden Sie sich jederzeit bei mir.

Das ist der BDSMcode: Latexpuppe-49, damit Sie sich über die Fähigkeiten, Neigungen und Tabus der Latexpuppe ein näheres Bild machen können.

Hier gibt es den Metakonsens, den ich mit Latexpuppe verbindlich geklärt habe.

Im Schatten von „Shades of Grey“

Immerhin ein Gutes hat dieses Buch: SM ist irgendwie in die Wohnzimmer gerückt.

Aber: Ist das wirklich gut?

Oder sind wir nun nur noch um viele Klischees reicher und haben noch mehr Ansprüche zu erfüllen? Als Mann, der attraktiv, cool, reich und besitzergreifend und als Frau, die Jungfrau, unzähliger Orgasmen fähig und dem Manne untertan sein soll.

Was, wenn wir das nicht sind und was, wenn wir unter SM etwas völlig anderes verstehen? Und zwar aus echter und langer und realer Erfahrung. Oder ganz einfach, weil es uns so nicht entspricht!

Was, wenn ich als Frau so gar nicht hörig und unterwürfig bin und noch weniger Jungfrau und auch nicht daran interessiert, mich irgendeinem Fick hinzugeben oder gar einem Mann oder sonst jemandem zu unterwerfen? Was, wenn ich mich in der dominanten Rolle wiederfinde und auch dann SM ganz anders verstehe als Mister Grey und sexuelle Handlungen und das Erzeugen von Abhängigkeit z.B. nicht mein Fokus sind?

Wenn ich irgendjemand heute erzähle, dass ich SM praktiziere, was denken die dann über mich? Welche Klischees stehen dann im Raum?

Was, wenn ich als Mann gar nicht der coole und besitzergreifende Typ bin, sondern lieber die submissive Rolle erlebe? Muss ich dann multiple Orgasmen haben können und mich mit Haut und Haar unterwerfen lassen? Kann ich meiner Partnerin mit dem Buch oder Film durch die Blume und erfolgversprechend sagen, dass ich auf SM stehe? Wie wird sie das verstehen, wenn sie keine Ahnung hat, was mich anmacht dabei? Wird sie das auf meine Themen neugierig machen oder glaubt sie, dass ich für sie „den unfehlbaren Hengst machen will“ und fällt noch mehr aus allen Wolken, wenn ich ihr gestehe, dass ich ihr Sklave sein möchte?

Wie ich es drehe und wende überwiegen für mich eher die Nachteile. Keine Frage – für eine Frau, die sich erotisch zur Subrolle hingezogen fühlt, ist das durchaus ein richtig guter Kick. Sie wird es inspirieren und motivieren, das auszuleben und das wird ihre Orgasmen möglicherweise intensivieren oder auch vervielfältigen, wenn sie passende Partner dafür hat, die wiederum daran Gefallen finden werden.

Für diejenigen ist dieses Buch ein Treffer ins Schwarze. Und das müssen viele sein, wenn man aus den Verkaufszahlen darauf schließt.

Doch ich betone dabei: Das ist eine erotische Facette, keine Realität. So geht SM real nicht. Weder privat, noch professionell.

Denn eines zeigt sich: Alle anderen bleiben auf der Strecke und geraten dadurch nur noch mehr in den Schatten von Klischees und Unverständnis.

So wird nun auch SM – wie alle anderen Nischen und Freiräume davor auch – von Mode und Konsum aufgefressen und damit zur Karikatur seiner selbst entwertet. Sexualität als unsere kraftvollste Energiequelle wird mit Quantität verknüpft und unreflektiert mit SM untermauert, indem die emotionalen Themen der SM Praxis wie in einem billigen Krimi aufbereitet keine echte Tiefe entfalten können.

So wird es Zeit, einen Schritt weiter zu gehen. Welcher kann das sein?

Meine Ideen dazu würde ich Ihnen gerne persönlich aufzeigen. Vielleicht haben Sie auch eine ganz andere Meinung oder Idee dazu. Bitte sehr, gerne kommentieren. Ich bin definitiv interessiert daran.

BDSM und Bedürfnis

Das ist ein Thema, das mich gerade brennend interessiert.

Auch und vor allem in meiner Rolle als Herrin und bezüglich der Rolle des Sklaven. Ich glaube, dass es auch eine wichtige Rolle spielt in Bezug auf die Kommunikation zwischen den beiden Rollen.

Ich bin sehr gespannt, was ich dazu herausfinden werde und was Sie dazu zu sagen haben.

Die Frage, die ich mir in dem Zusammenhang stelle ist:

Ist das Erleben von BDSM ein Bedürfnis oder ein Wunsch?

Ich meine, dass es als Herrin natürlich nicht darum gehen kann, die Wünsche des Sklaven zu erfüllen, außer vielleicht mal als Belohnung. Oft ist sogar genau das Gegenteil der Fall – der Sklave ist dazu da, die Wünsche der Herrin zu erfüllen.

Aber wenn es um ein Bedürfnis geht, finde ich, dass es durchaus der Ansatz einer kompetenten Herrin sein kann, dieses zu erfüllen. Bedürfnisse haben einen tieferen Ursprung als Wünsche. Das interessiert mich wirklich sehr!

 

 

 

 

Gewissenskonflikte

Gewissenskonflikte sind Wertekonflikte (siehe dazu demnächst näheres auf meiner Coaching Seite)

Ich fände es wirklich sehr interessant, wenn auch andere sich zu diesem Thema äußern könnten. Lesen Sie dazu erst die Mail eines Sklavenbewerbers, der am Tag des verabredeten ersten Termins folgendes schreibt. Ich habe übrigens von ihm die Erlaubnis zur Veröffentlichung eingeholt und bedanke mich auf diesem Weg noch einmal dafür.

„Guten Morgen Herrin Sharka
ich will nicht lange um den heißen Brei reden, aber mich blagt schon jetzt ein schlechtes Gewissen wegen heute Abend und was ich hätte erleben können. Aber mich blagt ein schlechtes Gewissen auch meiner Partnerin gegenüber. Ich kann sie einfach nicht so hintergehen, auch wenn diese Dinge nie bei meiner Parterin erleben darf/kann und ich mich jedoch im gegenzug danach sehne, ist es ein Zwiespalt in dem ich stecke.
Auch die Frage wo fängt betrügen an und wo hört es auf. Ist es Betrug, wenn man vor einer Frau kauert/kniet u als Zeichen seiner Demut ihre Füße küsst? Oder ist erst Sex mit einer anderen Frau Betrug?
Ich denke ersteres ist schon der Anfang davon.
Es ist nicht, das ich kneife was mich stört/beunruhigt, habe es beim Letzen Anlauf letzes Jahr auh nicht geschafft, vielmehr ist es, dass Sie sich den Abend/Termin freigehalten haben. Es ist immer ein hin und her, ja ich zieh es durch – nein ich lass es, ja ich zieh es durch – nein…..

Falls Sie sich den Abend offen halten wollen, würde ich dies auch akzeptieren/freuen und ich schau wie sich die Tageslage entwickelt, bzw. wie sich das Gewissen die Gedanken entwickeln.
Heute Morgen nach dem Aufwachen war es sogar so, dass ich die Gerte und den Strapon gewählt hätte, da wir es ja in unserem Gesprächsverlauf mal besprochen hatten. momentan ist es eher so, dass ich kneifen will – auch eben weil ich nicht solo bin.
Auch wenn es viele andere Männer gibt, die vergeben sind und sich in die Hände einer Herrin begeben, heißt es doch noch lange nicht, dass dies ein richtiger oder guter Weg ist – Fantasien hin oder her.

Ich hoffe ich konnte verständlichen machen, was mich derzeit beschäftigt/bewegt.

Was mich beschäftigt hat

Da gibt es gerade einen arabischen Jüngling, mit dem ich ungewöhnlicherweise auf Whatsapp Kontakt habe. Ich war einfach neugierig, nachdem er mich mal aus Saudi Arabien angerufen hatte, weil es sehr selten ist, dass Araber oder Menschen mit muslimischen Hintergrund SM in der Form wie wir Mitteleuropäer praktizieren und eine Domina wollen. Er ist ganz nett und schickte mir in der Vergangenheit viele Life Bilder von sich, kleine Videoclips v.a. beim Sport im Fitnessstudio, wo er wohl jeden Tag trainiert. Und er beteuerte, dass er nur auf ältere Frauen steht und auf jeden Fall, wenn er demnächst im Urlaub nach Deutschland kommt, unbedingt das erste Mal! seine Sklavenleidenschaft ausleben wolle. In Bezug auf mich hat er richtig Feuer gefangen und kam auf Hochtouren durch den Kontakt, den er mit mir life über Whatsapp haben konnte. Natürlich hat er seine Themen in mich projiziert, was das Zeug hält. Wenn ich nicht geantwortet habe, weil ich keine Zeit hatte, meinte er, ich mache das, weil ich ihn zappeln lassen wolle. Oder wenn ich keine Fotos geschickt habe, so wie er das von mir forderte, glaubte er, ich mache das, weil ich ihn quälen wollte. So wurde ich zu seiner sadistischen und arroganten „princess“ ohne auch nur irgendetwas dafür zu tun, in diese Rolle zu kommen. Ich schicke nunmal keine Fotos über Whatsapp an Fremde und wenn ich keine Zeit habe, habe ich keine Zeit. Und wenn ich keine Lust habe auf irgendwelche Projektionen, die nichts mit mir zu tun haben, dann tue ich anderes, was mich mehr anspricht. Und außerdem, ich war ja ohnehin frei in dem Kontakt – es gab keinen konkreten Auftrag und auch keine Bezahlung, nur einfach Kontakt aus Neugierde und von seiner Seite das Abchecken, ob ich die Richtige für ihn sei. Das habe ich gewährt, weil er ja eben nicht meine deutsche Webseite lesen kann, um sich da zu informieren.

Also wirkte er für mich sehr selbstbezogen und von sich eingenommen, wie man das von einem stolzen Araberblut auch vermuten könnte. Natürlich wollte er sicher gehen, dass er auch bei mir auf seine Kosten kommt und hat mich gelöchert mit Fragen. “ What I like …“ wollte er wissen und es ging andauernd darum, what „he likes“ Natürlich meinte er, dass ich „seinen Bizeps like“, den er jeden Tag trainiert und seinen attraktiven Anblick und darauf scharf sei, ihn nach Strich und Faden zu vernaschen. Weil er „liked“, dass sich die Herrin auf sein Gesicht setzt mit ihrem nackten Schoß und er „liked“, dass sie ihn anschließend mit einem knackigen Strapon kraftvoll nimmt.

Aber er ist/war immer korrekt, hat auch meine Grenzen irgendwie respektiert, wenn ihn das auch zunehmend etwas abturnt. Für mich ist das keine Überraschung. Man kann nicht immer lichterloh brennen, sonst verbrennt man. Es muss sich erstmal zeigen, ob der Kontakt überhaupt irgendeine Substanz hat oder nur aus dem Strohfeuer seiner Projektionen besteht. Für mich spürt es sich eher nach zweiterem an. Und er ist auch ein Gentleman auf einer Ebene und seine Bilder und Videos – auch die, die er mir in Bezug auf sein „what I like“ geschickt hat, waren immer ausgewählt ästhetisch und dadurch auch irgendwie niveauvoll. Kein Schund. Immerhin.

Da ich jemand bin, die niemandem etwas vorgaukelt, habe ich ihm auch deutlich zu machen versucht, dass ich eine Herrin bin und keine Frau, die ihre Intimität verkauft. Auch wenn er diesen Wunsch hat, dass die Herrin sich auf sein Gesicht setzt und sich von ihm intim bedienen lässt, womit er sicher nicht allein auf der Welt ist, werde ich das ganz einfach nicht tun. Das geht gegen meine Integrität und mein Selbstverständnis als Herrin. In Bezug auf meine Intimität will ich mich nicht funktionalisieren lassen. Das ist einfach MEINS und ICH wähle, mit wem ich wie intim bin. Das lasse ich mir nicht aus der Hand nehmen, auch wenn ich den Kick verstehe, den Männer dabei suchen. Das ist durchaus legitim und ich werte es auf keinen Fall ab. Und sicher gibt es auch Frauen, die anders damit umgehen wollen und können. Auch das werte ich nicht ab. Doch hier setze ich klar meine Grenze, wenn jemand meint, er könne das einfordern von mir!

Eigentlich kam ich durch das Thema „Was Frauen wollen“ darauf, hier dazu zu schreiben. Was will Frau – also was mich am meisten gekickt hat von ihm waren die Bilder, wenn er sich im traditionellen Dress der Araber bei seinem Bankjob präsentiert hat. Also mit dieser blütenweißen langen Soutane oder wie man das nennt und dem arabischen Turban. Phänomenal. Da könnte ich tatsächlich ein wenig weiche Knie bekommen, wenn mir so jemand authentisch im Studio gegenüber stände und seinen Dienst als Sklave anböte. Oh, vielleicht sollte ich ihm das schreiben in Bezug auf seine Fragen „… what I like“ Wahrscheinlich kickt ihn das gar nicht. Ansonsten dürfte er natürlich mit seinen tiefen Wünschen und Sehnsüchten da sein, müsste aber respektieren und sich darauf einlassen, dass ich es auf meine Weise umsetze. Für bestimmte Themen, die ich nicht 1:1 umsetze,  gäbe es vielleicht – wenn es stimmig ist und es jemand gäbe – sog. Surrogatpartner, die das übernehmen – oder eben symbolische Handlungen, die auch geeignet sind, die Gefühle dazu zu aktivieren. Denn es geht ja in Wirklichkeit um die Gefühle! Die Handlungen lösen sie zwar aus, aber die Gefühle dabei sind das Eigene, weil sie im eigenen Inneren stattfinden!

Doch viele Männer glauben, dass die Handlungen und die Gefühle dasselbe sind – d.h. sie sind so identifiziert mit ihren Emotionen, dass sie sie gar nicht als ihre EIGENEN Emotionen wahrnehmen, sondern glauben, dass die Person oder die Handlung der Person das Gefühl sind, das sie im Inneren dabei haben. Wenn es gut ist, ist die Person oder die Handlung gut. Wenn es nicht so gut ist, ist die Person oder die Handlung nicht so gut. Da gibt es nichts dazwischen. (sorry für die Verallgemeinerung – manchmal erlaube ich mir das) Wir Frauen haben es etwas einfacher mit den Gefühlen. Wir mögen das auch, wenn Personen oder Handlungen von Personen gute Gefühle in uns auslösen, aber wir wissen, dass wir auch völlig unabhängig davon Gefühle haben und leben können, aus uns selbst heraus. Da ist jedenfalls mein „arabischer Sklave“ ein Prototyp … er hat seine Gefühle im Kontakt mit mir nur mit mir in Verbindung gebracht und nicht im geringsten bemerkt, dass es seine Projektionen, sein Film ist, der ihm diese Gefühle beschert hat. Wahrscheinlich ist er nicht in der Lage, das zu differenzieren. Vielleicht ist er ja einfach auch zu jung dazu. Jedenfalls bin ich gespannt, ob ich den Burschen wirklich jemals zu Gesicht bekomme. Eine Bedeutung hätte das schon nach dem bisherigen Kontakt – auch für mich. Ich traue es ihm jedenfalls nicht zu und wäre wirklich eines Besseren belehrt, wenn es anders wäre. Mal sehen.

Aber in Bezug auf den Unterschied, was Frauen und Männer wollen, ist dieses Beispiel eklatant: Er meint, ich müsse völlig fasziniert sein von der Möglichkeit auf so einem jungen, frischen, bizepsstrotzenden Sklaven lustvoll Platz zu nehmen und nimmt das als Sklavendienst par excellence wahr und mich interessiert das mal wirklich ganz und gar nicht. Auch sein Bizeps nicht. Was sollte ich denn davon haben? Ihn bestaunen? Und ich hingegen finde seine arabische Tracht absolut hinreissend. Wenn er sich damit auf mein Geheiß vor mir hinknien und mir absichtslos und voller Demut die Füße massieren würde, wäre ich im 7. Himmel. Doch sicher hat es hier auch mit unterschiedlichen Kulturen zu tun. Jedenfalls ist es dadurch etwas unverfänglicher zu schildern. Da braucht sich keiner der „hiesigen Sklaven“ betroffen fühlen.

Was halten Sie oder hältst du denn von meinen Verallgemeinerungen in Bezug auf Männer und Emotion?

 

 

Ihre Meinung oder Frage

Ich möchte gerne nochmals ausdrücklich darauf hinweisen, dass Sie meine Beiträge kommentieren können, ohne Ihre Mailadresse preiszugeben. Als Name reicht ein Pseudonym. Vielleicht haben Sie auch mal Lust, ein Thema aus Ihrer Sicht zu kommentieren. Ich bin auch nicht zimperlich, was Kritik und unterschiedliche Standpunkte anbelangt. Solange es nicht verächtlich, pornographisch oder gewaltverherrlichend ist, was Sie posten, werde ich sicher nichts dagegen haben. Und wenn ich etwas dagegen habe, kann ich es ja auch äußern. Also, nur zu!

Experiment WIE versus WAS

Es ist schon faszinierend, dass kein Sklave, kein Sub, kein Objekt dem anderen gleicht. Keine Session ist wiederholbar oder selbst, wenn ich die gleichen Dinge tue, ist die Wirkung bei unterschiedlichen Personen anders und nimmt dadurch auch einen anderen Verlauf. Deswegen ist das auch so anspruchsvoll, was wir tun. Es ist immer wieder ganz neu und auch, wenn ich aus Erfahrung weiß, braucht es Offenheit und eine individuell abgestimmte innere Haltung, mit der ich in eine Session gehe. Routine funktioniert nicht und abgesehen davon, würde das auch mir nicht entsprechen.

Dennoch frage ich mich, ob es vielleicht mal interessant wäre, eine absolut „gleichmacherische“ Session mit unterschiedlichen Personen auszuprobieren? So im Sinne von Mao etwa – nichts Individuelles bekommt Raum. Als Experiment.

Gäbe es jemand unter den Lesern, der sich dieser Herausforderung stellen würde? Es sollte eine Gruppenveranstaltung sein. Mehrere Subs gleichzeitig anwesend und die absolut selbe Praktik mit jedem angewandt. Vielleicht mit mehreren Herrinnen.

Mir ginge es dabei darum, die Wirkung zu erforschen. Mein Interesse dabei ist, dass ich mitkriege, dass Männer sich häufig besonders an der Praxis orientieren … im Sinne von: machen Sie das, machen Sie jenes oder was machen Sie mit mir? … und die Frauen sich eher intuitiver und beziehungsorientierter verhalten. Was würde passieren, wenn wir uns rein an Praktiken/an den Techniken/am Machen orientieren und bei allen gleich vorgehen? Wie wäre die Wirkung?

Natürlich müsste man für so ein Experiment überprüfbare Bedingungen schaffen. Aber das traue ich mir schon zu.

Interessant wäre für mich dabei, die Männer darin zu sensiblisieren, dass es neben der Praktiken um viel mehr geht, als die Technik und dass das vielleicht der wesentlichere Anteil ist. Oder die Frauen dafür zu sensiblisieren, dass ihre Wirkung neben der Technik noch von vielen anderen Faktoren abhängt. Die Wirkung des WIE ich etwas mache, gestalte und WIE ich dabei in Beziehung gehe für die Frauen und für die Männer ebenso, WIE sie etwas aufnehmen, anregen und in Beziehung gehen dabei.

Das fände ich echt interessant.

Unterwerfung oder Hingabe?

Mich beschäftigt der Unterschied zwischen Unterwerfung und Hingabe! Ich glaube, das ist ein elementares Thema, das ich gerne näher erforschen will.
Ich will da mit meinem Leibeigenen G. daran arbeiten. Ich habe kürzlich – man glaubt es kaum – mit einer alten Frau, die mit SM nichts zu tun hat über ihn gesprochen. Und die sagte einen so weisen Satz: „Du musst ihm ein Rückgrat geben!“ Das hat mich nachdenklich gemacht.
Und auch als ich mit dem SM Coachie kürzlich gearbeitet habe, ging es um das Thema Hingabe. Da ist mir einiges deutlich geworden.
An dem Thema will ich also dran bleiben. Wer sich davon angesprochen fühlt, darf sich gerne hier oder bei mir persönlich melden. Ich bin überaus gespannt über jeden Beitrag dazu oder ein lebendiges „Forschungsobjekt“ 😉

Und wahrscheinlich kann dieses Thema noch umfassender im  SM Coaching  angewandt sein.