Was mich gerade beschäftigt

Im Schatten von „Shades of Grey“

Immerhin ein Gutes hat dieses Buch: SM ist irgendwie in die Wohnzimmer gerückt.

Aber: Ist das wirklich gut?

Oder sind wir nun nur noch um viele Klischees reicher und haben noch mehr Ansprüche zu erfüllen? Als Mann, der attraktiv, cool, reich und besitzergreifend und als Frau, die Jungfrau, unzähliger Orgasmen fähig und dem Manne untertan sein soll.

Was, wenn wir das nicht sind und was, wenn wir unter SM etwas völlig anderes verstehen? Und zwar aus echter und langer und realer Erfahrung. Oder ganz einfach, weil es uns so nicht entspricht!

Was, wenn ich als Frau so gar nicht hörig und unterwürfig bin und noch weniger Jungfrau und auch nicht daran interessiert, mich irgendeinem Fick hinzugeben oder gar einem Mann oder sonst jemandem zu unterwerfen? Was, wenn ich mich in der dominanten Rolle wiederfinde und auch dann SM ganz anders verstehe als Mister Grey und sexuelle Handlungen und das Erzeugen von Abhängigkeit z.B. nicht mein Fokus sind?

Wenn ich irgendjemand heute erzähle, dass ich SM praktiziere, was denken die dann über mich? Welche Klischees stehen dann im Raum?

Was, wenn ich als Mann gar nicht der coole und besitzergreifende Typ bin, sondern lieber die submissive Rolle erlebe? Muss ich dann multiple Orgasmen haben können und mich mit Haut und Haar unterwerfen lassen? Kann ich meiner Partnerin mit dem Buch oder Film durch die Blume und erfolgversprechend sagen, dass ich auf SM stehe? Wie wird sie das verstehen, wenn sie keine Ahnung hat, was mich anmacht dabei? Wird sie das auf meine Themen neugierig machen oder glaubt sie, dass ich für sie „den unfehlbaren Hengst machen will“ und fällt noch mehr aus allen Wolken, wenn ich ihr gestehe, dass ich ihr Sklave sein möchte?

Wie ich es drehe und wende überwiegen für mich eher die Nachteile. Keine Frage – für eine Frau, die sich erotisch zur Subrolle hingezogen fühlt, ist das durchaus ein richtig guter Kick. Sie wird es inspirieren und motivieren, das auszuleben und das wird ihre Orgasmen möglicherweise intensivieren oder auch vervielfältigen, wenn sie passende Partner dafür hat, die wiederum daran Gefallen finden werden.

Für diejenigen ist dieses Buch ein Treffer ins Schwarze. Und das müssen viele sein, wenn man aus den Verkaufszahlen darauf schließt.

Doch ich betone dabei: Das ist eine erotische Facette, keine Realität. So geht SM real nicht. Weder privat, noch professionell.

Denn eines zeigt sich: Alle anderen bleiben auf der Strecke und geraten dadurch nur noch mehr in den Schatten von Klischees und Unverständnis.

So wird nun auch SM – wie alle anderen Nischen und Freiräume davor auch – von Mode und Konsum aufgefressen und damit zur Karikatur seiner selbst entwertet. Sexualität als unsere kraftvollste Energiequelle wird mit Quantität verknüpft und unreflektiert mit SM untermauert, indem die emotionalen Themen der SM Praxis wie in einem billigen Krimi aufbereitet keine echte Tiefe entfalten können.

So wird es Zeit, einen Schritt weiter zu gehen. Welcher kann das sein?

Meine Ideen dazu würde ich Ihnen gerne persönlich aufzeigen. Vielleicht haben Sie auch eine ganz andere Meinung oder Idee dazu. Bitte sehr, gerne kommentieren. Ich bin definitiv interessiert daran.

BDSM und Bedürfnis

Das ist ein Thema, das mich gerade brennend interessiert.

Auch und vor allem in meiner Rolle als Herrin und bezüglich der Rolle des Sklaven. Ich glaube, dass es auch eine wichtige Rolle spielt in Bezug auf die Kommunikation zwischen den beiden Rollen.

Ich bin sehr gespannt, was ich dazu herausfinden werde und was Sie dazu zu sagen haben.

Die Frage, die ich mir in dem Zusammenhang stelle ist:

Ist das Erleben von BDSM ein Bedürfnis oder ein Wunsch?

Ich meine, dass es als Herrin natürlich nicht darum gehen kann, die Wünsche des Sklaven zu erfüllen, außer vielleicht mal als Belohnung. Oft ist sogar genau das Gegenteil der Fall – der Sklave ist dazu da, die Wünsche der Herrin zu erfüllen.

Aber wenn es um ein Bedürfnis geht, finde ich, dass es durchaus der Ansatz einer kompetenten Herrin sein kann, dieses zu erfüllen. Bedürfnisse haben einen tieferen Ursprung als Wünsche. Das interessiert mich wirklich sehr!

 

 

 

 

Tagebuch

20. April 2016

Gestern hatte ich ein Erlebnis, das ich wert finde, aufzuschreiben.

Wieder einmal hatte ich meinen Sklaven Georg einbestellt. Inzwischen sind wir gut vertraut und die Beziehung hat eine persönliche Note bekommen. So war schon seine Ankunft und meine Reaktion, als er so 10 Minuten zu früh kam – in der Regel mag ich es gar nicht, wenn jemand zu früh kommt, denn meist habe ich bis zur letzten Minute irgendetwas zu tun – eine Situation, die ich witzig gestalten konnte. Ich war gestern wirklich sehr guter Dinge, energiegeladen und anscheinend auch inspiriert und im Fluss.

So kam ich gar nicht so sehr vom Machen und Funktionieren her mit meinem Handeln, sondern vom „aus dem Moment heraus schöpfen“ und mich selbst davon überraschen lassen. Sehr interessant.

Jedenfalls musste Georg erst noch auf mich warten – wie gesagt er war zu früh und ich noch mit irgendetwas beschäftigt – und ich habe das auch ganz klar und transparent gemacht. Du bist zu früh, bekommst dafür Extrahiebe … er antwortet mit einem kurzen Wimmern – und ich mache das jetzt fertig, was ich gerade noch machen will. Du wartest. Klar, damit konnte er sich gut arrangieren, ist er doch Sklave.

Als ich dann rein kam, spürte ich meine eiskalten Hände. Es war wohl etwas frisch, überall die Heizungen abgedreht. So wärmte ich mir kurzerhand meine Finger einfach an Georgs noch in Hemd und Pulli verpackter Brust und konnte bei der Gelegenheit gleich erste Kneifer dort platzieren. Wieder begleitet von Georgs Wimmern. Sehr amüsant war auch, als ich plötzlich spontan die Idee hatte – ich war noch in Alltagskleidung – mir mit einem Ratsch meinen Ledergürtel aus der Jeans zu ziehen. Ich fand das extrem lustig und schnappte mir den Georg, der ebenfalls in Alltagskleidung war und gab ihm gleich mal ein Dutzend mit dem Gürtel über die Hose. Das waren dann wohl die Extrahiebe fürs Zu Früh kommen, was mir allerdings jetzt erst auffällt.

Und so entspann sich das immer weiter. Aus einem Wort, das ich Georg sagte und ich wach und gegenwärtig aufgriff, entspann sich ein Rollenspiel. Ich folgte dabei einfach dieser inneren Spur, die das Wort und später auch die daraus entstehende Geschichte in mir auslöste. Das war zwar nicht spektakulär, aber permanent sehr anregend. Also es war so: Georgs Wort griff ich auf und lenkte damit das Rollenspiel ein, er wiederum stieg darauf ein und so ging das dann weiter und fühlte sich für mich annähernd so an wie ein gemeinsamer Tanz.

Klar war ich dabei in der dominanten Rolle, in der Führung und Georg folgte. Ich fand es großartig, das so zu entwickeln und zwar vor allem deshalb, weil auch ich selbst überrascht war von dem, was passierte und sich entspann. Und auch für Georg war das schön, auch wenn er seine Tracht Prügel bekam. Die gehört nunmal dazu und hatte diesmal einen amüsanten und  erotisch schambesetzten Kontext. Auf jeden Fall ausbaufähig.

Das ist es, was ich als „Flow“ empfinde und das ist es im Grunde, was mich am SM interessiert. Und natürlich habe ich das schon immer wieder mal erlebt, dass sich dieses Gefühl einstellt. Doch herausgefunden, welche Aspekte das fördern und welche es verhindern, habe ich noch nicht so bewusst. Da werde ich mich mal auf die Spurensuche machen und deswegen schreibe ich darüber. Damit es nicht in Vergessenheit gerät.

Die Session etwas später mit einem Spontanbesucher, den ich nur von einem Besuch her kannte, war übrigens genauso anregend und im Flow. Auch er hat das gespürt.

Ja, da will ich hin.

Ganz weg von der „One-Women“ Show der Herrin, die beide, Herrin und Sklave, wie in sich gespalten erleben. Die Herrin als Macherin und ohne innere Beteiligung und der Sklave als Erlebender und Konsument, manchmal sogar urteilender Beobachter zugleich. Das kenne ich zur Genüge. Da bin ich allerdings auch schon längst entschieden und greife steuernd ein. Und was mir klar ist, wenn ich will, dass meine Sklaven und die Besucher mehr in die Haltung des sich Einlassens statt Konsumierens gehen, muss auch ich bereit sein, mich einzulassen auf die Situation. So bin ich auch wählerisch geworden. Ich will nicht alles, was mir angeboten wird in mich einlassen.

Erstmal soviel dazu.

4 Tage Langzeitabenteuer mit Daria und Colette

Seit Dienstagabend ist unsere Colette wieder einmal im Ausnahmezustand. Schließlich wurde sie beim Strafgericht in Berlin offiziell zu lebenslanger Haft verurteilt und kann jederzeit einberufen werden, um ihre Haft real abzusitzen. Bei guter Führung gibt es dann wieder Freigang bis zur nächsten Inhaftierung.

Jetzt ist es wiedereinmal soweit und mein Lockvogel Miss Daria war erfolgreich, Colette hierher zu locken. Danach war es ein leichtes Spiel, Colette in Handschellen zu legen. Außerdem ist Colette inzwischen schon so konditioniert, dass sie lieber in Haft als frei ist. Bis einschließlich Karfreitag wird sie unsere Gefangene bleiben. Und das in einer Zeit, in der so viele Ladies hier zu Besuch sind wie kaum sonst.

Hier gibt es einen kleinen Einblick, was hier bei uns läuft.

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Und gerade eben habe ich dieses Selfie von unten hochgeschickt bekommen.

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Und nun noch ein paar Worte am Tag danach zu dem, was wir erlebt haben:

Die Vorgeschichte falls nicht bekannt (es gibt zahlreiche andere Berichte auf meinen unterschiedlichen Seiten von Colettes Gefangenschaft und Hintergrund) ist, dass Colette beim Strafgericht in der Residenz in Berlin  zu lebenslänglich verurteilt wurde.

Nun war es wieder einmal soweit und Colette Dupont musste Herrin Sharkas Ruf folgen und sich wieder in Gefangenschaft begeben. Diesmal sollte Miss Daria mit in die Wärterinnenschaft aufgenommen werden. Wenn sich da nicht zwei verbündet haben!

Colette erlebte eine turbulente Zeit, denn just in dieseer Woche gab es Besuch von so vielen Gastladies wie nie zuvor. Am Mittwoch hatte Herrin Freya das Vergnügen, Colette in ihrer Zelle zu besuchen und diese war überrascht über die große blonde Dame im silbernen Glitzerkleid.

Als am Donnerstag plötzlich eine sehr attraktive weibliche Gefangene im Businesskostüm und in Handschellen zu ihr gebracht wurde und eine Weile mit ihr in der Zelle schmoren musste, konnte Colette ihr Glück kaum fassen.

Doch als etwas später Herrin Antonia, die sehr groß und schlank und im vollen Lederoutfit vor ihr stand, stockte ihr merklich der Atem. Die Aussicht, dass diese sie in ihren mittelalterlichen Kerker mitnehmen würde, ließ sie nahezu starr vor Schreck werden. Diese Gelegenheit will ich mir auf jeden Fall für eine der nächsten Gefangenschaften in petto halten.

Colette hat sich inzwischen in ihr Schicksal gefügt und nimmt jede Strafe, Züchtigung oder andere Maßnahme dankbar und willig an. So hat sie sich auch diesmal wieder eine Belohnung verdient, indem sie Miss Darias Sammlung von High Heels probieren durfte. Eine besondere Ehre für Colette.

Hier noch einige Bilder der Strafgefangenen:

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Das Thema Verbindlichkeit

Dieses Thema ist auch immer so ein bisschen „unleidig“, oder?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie ein paar meiner Gedanken und Erfahrungen dazu lesen.

Ich möchte erst ein konkretes Beispiel erzählen: Gerade in den letzten Wochen hatte ich Kontakt mit einem Mann in den Mitvierzigern, mit dem ich über eine gemeinsame Session verhandelte. Es war ein sehr inniger Austausch, obwohl wir uns noch nicht kennen und es ging um spezielle Themen bei ihm. Wir haben uns auf ein Date für 3 Stunden geeinigt. Im Laufe der Kommunikation, hat er sich mir sehr anvertraut in Bezug auf seine Person und sein Leben. Und mich hat das auch sehr berührt, denn er hat wirklich sehr Unglaubliches erlebt. Nachdem wir uns auf den Termin geeinigt haben, habe ich ihn gefragt, ob er bereit wäre zum Zeichen seiner Verbindlichkeit, eine Anzahlung zu leisten. Er war etwas zögerlich aber nicht ablehnend in seiner Reaktion. So habe ich ihm meine Kontodaten geschickt. Seitdem bekomme ich keine Nachricht mehr von ihm. Eine Überweisung ist bis jetzt nicht angekommen, was allerdings nicht so viel heißt, weil Banken sich herausnehmen, bis zu 3 Werktage für eine Gutschrift zu brauchen.

Das zu den Fakten. Was bedeutet das nun für mich? Ich überlege nun, ob ich ihn mit meiner Forderung vertrieben habe oder ob sich durch meine Forderung der Verbindlichkeit ohnehin nur zeigte, dass er nicht wirklich verbindlich ist in Bezug auf unseren Termin. Das kann ich nicht beantworten. Ich weiß es einfach nicht.

Nun möchte ich gerne noch etwas tiefer gehen in Bezug auf das, was dieses Thema mit der Verbindlichkeit für mich bedeutet bzw. was mich diesbezüglich umtreibt:

Auch, wenn ich mich nur mit Pseudonym darstelle, ist es für jeden nachvollziehbar, dass ich real die Person bin, als die ich mich auf den verschiedenen Webseiten darstelle. Es gibt Fotos, ich bin erreichbar, ich bin an einem konkreten Ort besuchbar und es gibt andere Menschen dort, die jederzeit bestätigen können, dass ich das, was ich anbiete auch wirklich umsetze. Ich stelle mich transparent dar, ich mache konkrete Angebote und es gibt Feedback von Menschen, die Sessions mit mir erleben. Ich gehe also mit all dem in Vorleistung! Und das macht natürlich auch Sinn, weil jemand, der zu mir kommen will, auch wissen will, mit wem er es zu tun hat und ob ich seinen Vorstellungen und Wünschen entspreche.

Ich hingegen habe bei jemand, der mich neu kontaktiert, nichts in der Hand außer vielleicht eine Telefonnummer oder eine Emailadresse. Ich kann mich nur auf die Informationen beziehen, die er mir am Telefon oder über Mail gibt und auf meine langjährige Erfahrung zurück greifen, welche Art des Kontaktes wirklich zu konkreten Sessions führt und welche nicht. Und dazu gehören auch unzählige Erfahrungen, dass Leute mit mir einen Termin vereinbaren und diesen nicht einhalten. Manchmal passiert das auch mit bester Absicht, doch wenn die bevorstehende Session zu viel Spannung und somit Stress erzeugt setzt so eine Art „Überlebensmechanismus“ ein (Flucht). (dazu vielleicht ein andermal mehr)

Langer Rede kurzer Sinn: Wenn ich also einen solchen Termin habe, bei dem es für mich keine Verbindlichkeiten gibt, bin ich nicht gut motiviert, mich darauf vorzubereiten. Noch schwieriger ist es, die Zeit frei zu halten, wenn ich z.B. eine andere Anfrage bekomme für den Zeitraum von jemand, den ich kenne. Und noch ein Thema gibt es: Ich reserviere für Termine im Kalender einen Raum, der dann für die anderen Nutzer der Räume (unser Team und Vermietung) besetzt ist. Auch das kann unangenehm werden, wenn andere Terminanfragen deswegen abgelehnt werden müssen.

Das ist also wirklich so ein Stolperstein für mich, den ich gerne aus dem Weg räumen würde, damit ich freier und flexibler auf Terminanfragen reagieren kann. Inzwischen ist z.B. von dem oben beschriebenen Fall eine Nachricht eingegangen. Er will unbedingt, aber er kann nicht, weil er krank ist. Einen Tag vor dem Termin. Das kann natürlich immer passieren, aber man kann natürlich auch ganz leicht sagen – ich bin leider krank und kann nicht. Ohne Anzahlung bin nur ich in Vorleistung gegangen. Natürlich würde ich – im Falle bei mir so ein Fall eintreten würde, dass ich den Termin absagen müsste – eine Anzahlung zurück erstatten. Andernfalls, wenn er mit Anzahlung absagen müsste aus Krankheitsgründen (was wohl eher nur dann der Fall wäre, wenn er wirklich krank oder ernsthaft verhindert ist und was bisher in vielen Jahren erst einmal vorgekommen ist) würde ich eben vorschlagen, dass wir zumindest die Anzahlung stehen lassen für den Ersatztermin. So habe ich einfach nur eine Beteuerung, dass er unbedingt zu mir kommen will. Das ist so gut wie gar nichts in der Realität!

Natürlich will ich gerne einfach nur VERTRAUEN. Aber die Realität spricht einfach eine andere Sprache. Und was mir wirklich am allerwichtigsten ist: Ich möchte mich auf einen Termin wirklich einstimmen und vorbereiten und mein Bestes geben. Das kann ich nur mit der entsprechenden Motivation. Und, was viele nicht wissen, auch ich als Herrin stehe NICHT über den Dingen. Auch ich bin unter Spannung vor einem neuen Termin, auch ich habe Reaktionen wie – keine Lust haben, wenn die Spannung zu hoch ist. Die Spannung vor einem Termin gehört einfach zu einer guten Session dazu. Daraus entsteht viel Energie. Aber, wenn ich nicht sicher bin, dass die Person auch auftaucht, ist das schwierig zu halten und v.a. auch sehr herausfordernd, wenn ich da meine Kräfte mobilisiert habe und die danach ins Leere laufen, wenn die Person nicht auftaucht. Das ist sehr unangenehm.

Das sind die Gründe, warum ich Verbindlichkeit in Form einer Anzahlung von Fremden will. Und gleichzeitig will ich, dass es locker und leicht bleibt und Interessierte sich trotzdem sehr eingeladen und willkommen fühlen bei mir und er wie ich eine wirklich geniale Session erleben.

Dieses Thema kenne ich z.B. in meiner anderen Arbeit als Therapeutin oder Coach gar nicht. Hier werde und wurde ich nie versetzt! Wieso das in meiner Eigenschaft als Herrin so ist, ist mir nicht so ganz klar. Übrigens geht es natürlich anderen Herrinnen auch so und viele unserer ehemaligen Teamfrauen sind letztendlich daran gescheitert. Nur wenige kriegen das Thema gut geregelt. Auch bei Veranstaltungen ist das ein Problem. Und es wirkt sich immer auf die eigene Motivation aus.

Ich bin fest entschlossen, hier einen wirklich guten Weg zu finden, der allen dient.

Vielleicht haben Sie Ideen dazu, wie man das besser handhaben könnte.

 

 

 

 

Aktuelle Schnappschüsse von meinen Sessions

August 2015 Sklave g.Sklave b. Lehrstunde September 2015Entführung Oktober 2015Sklave p. sehr neckischSklave g. zum Ergänzungstermin nach dem InstitutLatexpuppe49 im aktuellen Langzeitprojekt-24.11.15Mal etwas Witziges - Anfang Februar 16Vorher - Nachher 23.2.2016
Sklave g. probt seine Rolle als "Gefallener Engel" fürs Institut
Sklave g. probt seine Rolle als „Gefallener Engel“ fürs Institut
Im Übermut gleich noch eine eigene Pose
Im Übermut gleich noch eine eigene Pose
Hier ist es mit der Eigenmächtigkeit und dem Übermut dann aber auch vorbei!
Hier ist es mit der Eigenmächtigkeit und dem Übermut dann aber auch vorbei!
Und hier bahnt sich die Strafe an - VORHER
Und hier bahnt sich die Strafe an – VORHER
NACHHER, aber nicht das Abschlusskunstwerk
NACHHER, aber nicht das Abschlusskunstwerk
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beim Stiefelkuss
beim Stiefelkuss
Fixiert und so der Sklavin Phoebe dargeboten
Fixiert und so der Sklavin Phoebe dargeboten
mitten drin und ganz unten
mitten drin und ganz unten

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...und wieder mit Zeichnung
…und wieder mit Zeichnung
Die Hundepeitsche habe ich schon in der Hand
Die Hundepeitsche habe ich schon in der Hand
So durfte mein Sklave mich "betrachten" während ich mich vor ihm umkleidete. Ich hatte gerade nur den Schal zur Hand. ;-)
So durfte mein Sklave mich „betrachten“ während ich mich vor ihm umkleidete. Ich hatte gerade nur den Schal zur Hand. Im wahrsten Wortsinn sah er rot 😉
Vorher
Vorher

 

Nachher
Nachher

Die Grenzen der Macht der Herrin

Ich bin interessiert, mir Situationen, die ich erlebe, echt und wahrhaftig anzuschauen. Sicher bin ich nicht objektiv dabei wie niemand anderes auch. Wir können gar nicht objektiv sein, auch wenn wir es glauben. Es gibt immer unterschiedliche Blickwinkel. Und alles nimmt Einfluss, wie wir aus den Erkenntnissen der Quantenphysik wissen. Selbst der Beobachter beeinflusst das Geschehen.

Also meine subjektive Geschichte:

Im April diesen Jahres hatte ich intensiven Kontakt mit „meiner/meinem Patientin/Patienten Steffi“ und daraus entstand die Idee für ein ganz besonderes Erlebnis. 1 Woche SM Therapie mit allen Facetten und viel Zeit und vielen Möglichkeiten sollte realisiert werden. Vielleicht in Verbindung mit einer Reise oder einer besonderen Location fernab des Alltags. Steffi sprudelte vor Begeisterung und ich war vollkommen angetan, dieses Anliegen zu realisieren. Natürlich haben wir auch über Konkretes gesprochen wie das Budget, das dafür zur Verfügung steht. All das hatte Hand und Fuß und ich war überzeugt, dass Steffi ernsthaft dahinter steht. Seine Verbindlichkeit hat er auch mit einer Anzahlung bestätigt. Und ich kenne Steffi seit vielen Jahren. Es gab eine Vertrauensbeziehung.

So begann ich mit den Recherchen. Die erste Idee war, eine SM Location in Mallorca zu besuchen und einige Freundinnen und deren Sklaven dazu mitzunehmen. Doch das entpuppte sich als Einbahnstraße. Ich habe nie Antwort bekommen auf meine Anfragen. Auch weitere Locations im In- und Ausland kamen in Betracht. Nirgends gab es den zündenden Funken. Ich habe gleich von Anfang an meine Freundin und Studiopartnerin Leona einbezogen und sie hatte schließlich die Idee mit dem „Institut im Schloß“.  Das Schloss in Tschechien kannte sie bereits von anderen illustren Veranstaltungen. Mit diesem Thema sprang der Funke über, der sicher notwendig ist, um etwas zu organisieren, das aufwendig ist. Dazu braucht es den zündenden Funken, damit alle Beteiligten echte Lust haben, dabei zu sein und sich dafür zu engagieren.

Klar war, dass der Aufenthalt im Schloss für einen längeren Zeitraum und einer Schar von ansprechenden aktiven Damen nicht allein durch Steffis Budget zu finanzieren war. Daher brauchte es ein übergeordnetes Thema, das viele anspricht und gleichzeitig Raum für individuelle Gestaltung lässt, sozusagen auch parallele Welten ermöglicht, die sich bei Bedarf und Stimmigkeit überschneiden, um einzigartige Situationen herzustellen. Eine hochkreative, organisatorisch sehr aufwendige, auch gewagte Komposition sozusagen, die als Gesamtwerk Wirkung hat und in den individuellen Details unterschiedlich auf die Bedürfnisse Einzelner zugeschnitten werden kann, wurde erschaffen. In erster Linie von Leona!

In dem Gestaltungsprozess und der Organisation gab es Zeiten der Begeisterung, des Widerstands, der Zuversicht, des Zweifels, des konsequenten Dranbleibens, der motivierten Dynamik im Tun und zwischenmenschliche Konflikte mit demotivierender Energie und Versöhnungen, die wieder zusammen fanden – all das kam vor – also alles in allem höchst herausfordernd – und mein Blick hatte immer Steffi im Focus, der als Initiator sein ganz eigenes Highlight in seiner persönlichen Biographie erleben sollte. Mein Herzsklave G. solllte auch mit dabei sein, der mit seinem aufrichtigen Wunsch, der Herrin zuträglich zu sein, immer unterstützend ist. Manchmal reicht schon sein Anblick, um herzerfrischend zu sein.

Leona kümmerte sich um die meisten Themen, schrieb Newsletter in die Welt, um Leute zu gewinnen während ich noch beschäftigt war, meine Adressen zu sortieren, was schließlich auch gelang. Sie erstellte die Listen für Zimmerverteilung … bei 27 Zimmern, die zu vergeben waren nach indviduellen Wünschen musste sie sich kurzerhand die Rolle einer Hotelmanagerin aneignen, organisierte Helfer uva mehr. Gemeinsam mit Alraune erdachten wir die Angebote für die Teilnehmer und sortierten sie zeitlich ein, was eher noch einfach und lustvoll ist. Die logistische Umsetzung mit den Mitteln, die zur Verfügung stehen, ist das Knifflige. Leona hat sich diesbezüglich besonders und bis zum Anschlag eingebracht! Die Reise dahin kommt einem kleinen Umzug gleich.

Gleichzeitig tauschten wir die Themen der einzelnen Zöglinge aus, die indviduelle Betreuung brauchen und verteilten Zuständigkeiten und organisierten Mitfahrgelegenheiten und Entführungen.  Letztendlich ist es in Worten nicht zu beschreiben wie komplex eine solche Veranstaltung ist und was hinter den Kulissen alles geschehen muss, damit es stattfinden kann. Dazu kommt noch, dass es immer auch eine Rechenaufgabe ist, die neben all den kreativen Prozessen und der Lust, die es allen Beteiligten bringen soll, auch aufgehen muss, da auch wir das ganze Ambiente im Schloß mit Vollverpflegung und der Nutzung aller Räumlichkeiten nicht geschenkt bekommen. Es hat seinen Preis. Gar nicht zu sprechen von der Zeit, die wir darin investiert haben. Und Steffis Beitrag zum Ganzen spielte diesbezüglich immer eine wesentliche Rolle. Ohne diesen hätten wir uns dieses Projekt so nicht vorgenommen.

Und jetzt nach der langen Vorgeschichte:

Während ich diese Zeilen schreibe, steht die Veranstaltung noch bevor. Und ich werde nicht dabei sein. Auch Steffi wird nicht dabei sein. Er hat sich nämlich nach seiner letzten Nachricht am 10.10., in der er mir mitteilte, dass er – wie verabredet – an diesem Donnerstag ab 14.00 Uhr zur Verfügung steht, nicht mehr gemeldet. Keine Antwort auf meine Nachrichten und Anrufe. Steffi ist und bleibt abgetaucht, stellt sich tot. Ich habe keine Ahnung, was dazu geführt hat, kann also nur spekulieren. Vielleicht haben Sie als Leser insbesondere, aber vielleicht auch als einfühlsame Leserin schon einige Ideen dazu.

Ich natürlich auch. Wahrscheinlich hat er Angst vor seiner eigenen Courage bekommen, wurde die Spannung der Ungewissheit vor dem Unbekannten unerträglich und schämt er sich dafür, kann es sich nicht eingestehen und mir schon gar nicht … usw. kann man spekulieren.

Und hier komme ich zum Titel dieses Beitrages. Ich als Herrin bin hier machtlos. Ich kann ihn nicht zwingen, nicht herbeibringen, nicht einmal entführen wie es geplant war – auch wenn ich seine Wohnadresse kenne. All das funktioniert NUR im gegenseitigen Einvernehmen. So ist die Macht der Herrin immer nur diejenige, die ihr der Sub verleiht. Das heißt die Herrin hat die Macht, die der Sklave ihr gibt. Für sie und natürlich auch für ihn geht es vor allem darum, die Auslöser zu finden und zu nutzen, die bei ihm dazu führen, dass er bereit ist, ihr diese Macht über ihn zu geben. Diese Bereitschaft zu spüren, ist der Kick des Sklaven. Manchmal kann es auch unter Zwang sein, aber selbst dann … das geht nie ohne die Bereitschaft des Sub, der Herrin die Macht über ihn zu überlassen. Alles andere ist NICHT BDSM.

Also da stehe ich nun und habe keine Macht über meinen Sub, weil er sie mir – aus welchen Gründen auch immer – entzogen hat. Tja, nichts kann ich tun AUßER zu entscheiden WIE ich damit umgehe. Ich gehe so damit um, dass ich das Feld räume und Leona und den anderen Ladies das Schloss mit all den wunderbaren Menschen, die sich dafür angemeldet haben, überlasse. Schließlich kann ich meine Grundlage nicht mehr einbringen und die Kalkulation ist völlig durcheinander geraten. Meine eigene und auch die der ganzen Veranstaltung.

Nun heißt es für mich, zu fragen, was das kleinere Übel ist. Und das ist nunmal das, dass ich nicht dabei bin. So kann ich mich wenigstens der in den letzten Wochen aufgrund der vielen Vorbereitungen liegen gebliebenen Themen und den Anfragen im Studio, sei es Vermietung oder anderes, widmen. Meine Haupttätigkeit der Betreuung von Steffi fällt weg und die Zuständigkeiten sind längst an die Erzieherinnen verteilt. Also werde ich auch nicht wirklich gebraucht. Ohne die 24/7 zu betreuende Steffi kriegen die patenten Damen das auch ohne mich hin. Mein anderer Sklave G. wird auch das Herz der anderen Ladies erfrischen und seinen Dienst als Postillon einbringen. Das wird sicher nett und vielleicht auch ein bisschen chaotisch. Wer weiß, verwechselt er die Nachrichten und händigt sie der falschen Person aus. Das könnte zu lustigen Situationen führen.

Auf jeden Fall wünsche ich allen, die dabei sein werden, einen wunderbaren, eindrucksvollen und  nachhaltig erfüllten Aufenthalt beim Institut im Schloß.

Ja, ich bin ent-täuscht und zweifle wieder einmal daran, ob man Sklaven mit ihren besonderen Anliegen der Machtübernahme durch die Herrin über einen längeren Zeitraum überhaupt ernst nehmen kann. Doch ich versuche positiv und konstruktiv damit umzugehen und immerhin mich selbst und all die anderen, die ihre Verbindlichkeit unter Beweis stellen, für voll zu nehmen.

Bei manchen Delinquenten, die über das große Abenteuer schwärmen, scheint das Hirn irgendwie in die Hose zu rutschen. Vielleicht ja hormonell bedingt und die armen Kerle können gar nichts dafür. Doch für uns Frauen als Gegenüber heißt das, das unterscheiden zu lernen, was aus der Hose und was aus dem Kopf kommt – natürlich ein bisschen gemein der Vergleich, aber irgendwo muss ja da auch der Ärger darüber hin, denn natürlich bin ich ärgerlich darüber. Da das einfach schwer zu unterscheiden ist, braucht es eben manchmal auch die Absicherung, auf die ich sicher in dem Fall zu wenig geachtet habe. Das ist nicht besonders lustvoll und schmälert die Freude. Aber besser vorher klar haben als nachher im Regen stehen.

 

 

 

 

Was mich beschäftigt hat

Da gibt es gerade einen arabischen Jüngling, mit dem ich ungewöhnlicherweise auf Whatsapp Kontakt habe. Ich war einfach neugierig, nachdem er mich mal aus Saudi Arabien angerufen hatte, weil es sehr selten ist, dass Araber oder Menschen mit muslimischen Hintergrund SM in der Form wie wir Mitteleuropäer praktizieren und eine Domina wollen. Er ist ganz nett und schickte mir in der Vergangenheit viele Life Bilder von sich, kleine Videoclips v.a. beim Sport im Fitnessstudio, wo er wohl jeden Tag trainiert. Und er beteuerte, dass er nur auf ältere Frauen steht und auf jeden Fall, wenn er demnächst im Urlaub nach Deutschland kommt, unbedingt das erste Mal! seine Sklavenleidenschaft ausleben wolle. In Bezug auf mich hat er richtig Feuer gefangen und kam auf Hochtouren durch den Kontakt, den er mit mir life über Whatsapp haben konnte. Natürlich hat er seine Themen in mich projiziert, was das Zeug hält. Wenn ich nicht geantwortet habe, weil ich keine Zeit hatte, meinte er, ich mache das, weil ich ihn zappeln lassen wolle. Oder wenn ich keine Fotos geschickt habe, so wie er das von mir forderte, glaubte er, ich mache das, weil ich ihn quälen wollte. So wurde ich zu seiner sadistischen und arroganten „princess“ ohne auch nur irgendetwas dafür zu tun, in diese Rolle zu kommen. Ich schicke nunmal keine Fotos über Whatsapp an Fremde und wenn ich keine Zeit habe, habe ich keine Zeit. Und wenn ich keine Lust habe auf irgendwelche Projektionen, die nichts mit mir zu tun haben, dann tue ich anderes, was mich mehr anspricht. Und außerdem, ich war ja ohnehin frei in dem Kontakt – es gab keinen konkreten Auftrag und auch keine Bezahlung, nur einfach Kontakt aus Neugierde und von seiner Seite das Abchecken, ob ich die Richtige für ihn sei. Das habe ich gewährt, weil er ja eben nicht meine deutsche Webseite lesen kann, um sich da zu informieren.

Also wirkte er für mich sehr selbstbezogen und von sich eingenommen, wie man das von einem stolzen Araberblut auch vermuten könnte. Natürlich wollte er sicher gehen, dass er auch bei mir auf seine Kosten kommt und hat mich gelöchert mit Fragen. “ What I like …“ wollte er wissen und es ging andauernd darum, what „he likes“ Natürlich meinte er, dass ich „seinen Bizeps like“, den er jeden Tag trainiert und seinen attraktiven Anblick und darauf scharf sei, ihn nach Strich und Faden zu vernaschen. Weil er „liked“, dass sich die Herrin auf sein Gesicht setzt mit ihrem nackten Schoß und er „liked“, dass sie ihn anschließend mit einem knackigen Strapon kraftvoll nimmt.

Aber er ist/war immer korrekt, hat auch meine Grenzen irgendwie respektiert, wenn ihn das auch zunehmend etwas abturnt. Für mich ist das keine Überraschung. Man kann nicht immer lichterloh brennen, sonst verbrennt man. Es muss sich erstmal zeigen, ob der Kontakt überhaupt irgendeine Substanz hat oder nur aus dem Strohfeuer seiner Projektionen besteht. Für mich spürt es sich eher nach zweiterem an. Und er ist auch ein Gentleman auf einer Ebene und seine Bilder und Videos – auch die, die er mir in Bezug auf sein „what I like“ geschickt hat, waren immer ausgewählt ästhetisch und dadurch auch irgendwie niveauvoll. Kein Schund. Immerhin.

Da ich jemand bin, die niemandem etwas vorgaukelt, habe ich ihm auch deutlich zu machen versucht, dass ich eine Herrin bin und keine Frau, die ihre Intimität verkauft. Auch wenn er diesen Wunsch hat, dass die Herrin sich auf sein Gesicht setzt und sich von ihm intim bedienen lässt, womit er sicher nicht allein auf der Welt ist, werde ich das ganz einfach nicht tun. Das geht gegen meine Integrität und mein Selbstverständnis als Herrin. In Bezug auf meine Intimität will ich mich nicht funktionalisieren lassen. Das ist einfach MEINS und ICH wähle, mit wem ich wie intim bin. Das lasse ich mir nicht aus der Hand nehmen, auch wenn ich den Kick verstehe, den Männer dabei suchen. Das ist durchaus legitim und ich werte es auf keinen Fall ab. Und sicher gibt es auch Frauen, die anders damit umgehen wollen und können. Auch das werte ich nicht ab. Doch hier setze ich klar meine Grenze, wenn jemand meint, er könne das einfordern von mir!

Eigentlich kam ich durch das Thema „Was Frauen wollen“ darauf, hier dazu zu schreiben. Was will Frau – also was mich am meisten gekickt hat von ihm waren die Bilder, wenn er sich im traditionellen Dress der Araber bei seinem Bankjob präsentiert hat. Also mit dieser blütenweißen langen Soutane oder wie man das nennt und dem arabischen Turban. Phänomenal. Da könnte ich tatsächlich ein wenig weiche Knie bekommen, wenn mir so jemand authentisch im Studio gegenüber stände und seinen Dienst als Sklave anböte. Oh, vielleicht sollte ich ihm das schreiben in Bezug auf seine Fragen „… what I like“ Wahrscheinlich kickt ihn das gar nicht. Ansonsten dürfte er natürlich mit seinen tiefen Wünschen und Sehnsüchten da sein, müsste aber respektieren und sich darauf einlassen, dass ich es auf meine Weise umsetze. Für bestimmte Themen, die ich nicht 1:1 umsetze,  gäbe es vielleicht – wenn es stimmig ist und es jemand gäbe – sog. Surrogatpartner, die das übernehmen – oder eben symbolische Handlungen, die auch geeignet sind, die Gefühle dazu zu aktivieren. Denn es geht ja in Wirklichkeit um die Gefühle! Die Handlungen lösen sie zwar aus, aber die Gefühle dabei sind das Eigene, weil sie im eigenen Inneren stattfinden!

Doch viele Männer glauben, dass die Handlungen und die Gefühle dasselbe sind – d.h. sie sind so identifiziert mit ihren Emotionen, dass sie sie gar nicht als ihre EIGENEN Emotionen wahrnehmen, sondern glauben, dass die Person oder die Handlung der Person das Gefühl sind, das sie im Inneren dabei haben. Wenn es gut ist, ist die Person oder die Handlung gut. Wenn es nicht so gut ist, ist die Person oder die Handlung nicht so gut. Da gibt es nichts dazwischen. (sorry für die Verallgemeinerung – manchmal erlaube ich mir das) Wir Frauen haben es etwas einfacher mit den Gefühlen. Wir mögen das auch, wenn Personen oder Handlungen von Personen gute Gefühle in uns auslösen, aber wir wissen, dass wir auch völlig unabhängig davon Gefühle haben und leben können, aus uns selbst heraus. Da ist jedenfalls mein „arabischer Sklave“ ein Prototyp … er hat seine Gefühle im Kontakt mit mir nur mit mir in Verbindung gebracht und nicht im geringsten bemerkt, dass es seine Projektionen, sein Film ist, der ihm diese Gefühle beschert hat. Wahrscheinlich ist er nicht in der Lage, das zu differenzieren. Vielleicht ist er ja einfach auch zu jung dazu. Jedenfalls bin ich gespannt, ob ich den Burschen wirklich jemals zu Gesicht bekomme. Eine Bedeutung hätte das schon nach dem bisherigen Kontakt – auch für mich. Ich traue es ihm jedenfalls nicht zu und wäre wirklich eines Besseren belehrt, wenn es anders wäre. Mal sehen.

Aber in Bezug auf den Unterschied, was Frauen und Männer wollen, ist dieses Beispiel eklatant: Er meint, ich müsse völlig fasziniert sein von der Möglichkeit auf so einem jungen, frischen, bizepsstrotzenden Sklaven lustvoll Platz zu nehmen und nimmt das als Sklavendienst par excellence wahr und mich interessiert das mal wirklich ganz und gar nicht. Auch sein Bizeps nicht. Was sollte ich denn davon haben? Ihn bestaunen? Und ich hingegen finde seine arabische Tracht absolut hinreissend. Wenn er sich damit auf mein Geheiß vor mir hinknien und mir absichtslos und voller Demut die Füße massieren würde, wäre ich im 7. Himmel. Doch sicher hat es hier auch mit unterschiedlichen Kulturen zu tun. Jedenfalls ist es dadurch etwas unverfänglicher zu schildern. Da braucht sich keiner der „hiesigen Sklaven“ betroffen fühlen.

Was halten Sie oder hältst du denn von meinen Verallgemeinerungen in Bezug auf Männer und Emotion?

 

 

Mal wieder eine private Lady einladen!

Hallo private Lady!

Gerne will ich Sie einladen, an einer meiner Sessions teilzuhaben. Ich habe noch keine Konkrete im Auge, doch mir fallen etliche Sklaven ein, die ich für eine solche Gelegenheit einbestellen könnte.

Vielleicht wollen Sie ja ein wenig dazulernen oder haben ganz andere Motive, dieses Angebot in Erwägung zu ziehen wie z.B. einen Einblick in die Welt des SM zu bekommen. Ich gehe da gerne auf Ihr Interesse ein, wenn es mir möglich ist. Ich denke, dass ich Passendes für Ihr Anliegen finden kann.

Andererseits kann ich auch Konkretes anbieten für Sie zur Auswahl:

Peitschen/Schlagen erleben und/oder Lernen

Entführung eines Sklaven und Reitpraxis (smig natürlich)

intensives CBT und Brustwarzendressur am lebenden Sklavenobjekt

u.a. mehr, was im persönlichen Gespräch zu erörtern wäre.

 

Doch gerne kann es auch etwas ganz anderes sein – Ihr Interesse zählt.

Ich freue mich auf Ihren Anruf, Mail oder Kommentar. Sie dürfen auch einfach „nur“ mit mir reden und Ihre Fragen stellen.

Sehr spannend ….

war der Besuch der Führungskräfte vorhin bei mir im Studio. Schon zum 2. Mal gab es die Gelegenheit für eine Gruppe von Führungskräften, die gerade eine Art Fortbildungstraining absolvieren, zum Thema Macht-Verantwortung, Verantwortung abgeben, einen Ausflug in die „praktizierende Welt“ mit dem Thema zu machen.

Da wurde ich schon letztes Jahr gefragt, ob ich mich mit meiner Erfahrung und Wissen und das Studio dafür zur Verfügung stellen würde. So kam es, dass ich nun zum zweiten Mal schon eine Gruppe von Führungskräften als Gäste bei mir im Studio hatte.

Das war wirklich wieder spannend und inspirierend, mit den unterschiedlichen Menschen zu sprechen und ihre sehr klugen und interessierten Fragen zu beantworten darüber, was wir hier so tun. Auch die Hintergründe zu begreifen war interessant für die 8 Führungskräfte, darunter auch 2 Frauen. So war es ein sehr angeregtes Gespräch und zuletzt waren wir dann auch noch im unteren Studio und als alle in der Zelle standen und es Zeit war für die Gruppe, zu gehen, haben wir uns über den Scherz amüsiert, dass ich die Zellentür jetzt zusperren könnte und dann ein Foto mache und dieses an die Trainingsleitung schicke. Das war kurz echt witzig! Eine Stimmung voller Leichtigkeit und interessierter, neugieriger, offener Haltung war die ganze Zeit über spürbar.

Mich hat schon auch beeindruckt aus welchen Bereichen die Menschen kamen, doch da bin ich lieber vorsichtig, hier öffentlich etwas dazu zu sagen.

So war ich eingeladen, ein paar Eingangsworte zu sagen, die ich hier kurz ungefähr wiedergebe. Ich habe es mir erst vorher bei der Hinfahrt zum Treffen überlegt:

„Herzlich willkommen bei mir im Studio Salon Excentric. Hier bei uns geht es um SM.

Dazu möchte ich sagen, dass es, wenn immer man dieses Thema betrachtet, doch sehr darauf ankommt, aus welcher Perspektive man es sich anschaut.

Bin ich Insider, also selbst praktizierende SMerin oder SMer, dann werde ich sicher positiv darauf schauen und empfinde es als eine bereichernde Praxis, die ich als sinnvoll und gut für mich und andere einschätze und beschreibe.

Nun ist es in meinem Fall so, dass ich neben meinen 30 Jahren Dominaerfahrung seit 2 Jahrzehnten auch als Psychotherapeutin und Coach tätig bin und mich auch viel Zeit in dieser Welt bewege. Von da aus kann ich auch einen anderen Blick haben und z.B. sagen, SM ist eine Form der Kompensation oder ähnliches. Eine völlig andere Perspektive also.

Doch, was ich glaube, was wesentlich ist und der Realität am nächsten kommt, ist aus meiner Erfahrung, dass SM ein Ausdruck unserer mitteleuropäischen bzw. christlich abendländischen Kultur ist, etwas, das aus unserer Gesellschaft und Kultur entspringt. Das heisst in anderen Worten – es hat mit uns allen zu tun. Wir sind nicht getrennt davon. Und, was ich auch wahrnehme ist, dass es eine der wenigen Nischen ist, die wir noch haben. Damit meine ich, dass wir als Kollektiv in unserer Kultur, Wirtschaft, Alltag immer mehr funktionieren und hohen Ansprüchen genügen müssen. Wir sind auf Schritt und Tritt nachvollziehbar, erreichbar und dergleichen.

Bei SM geht es häufig um eine AusZeit davon und um Freiräume, etwas leben zu können, was man anderswo nicht leben kann, weil es z.B. tabuisiert oder gesellschaftlich nicht akzeptiert ist. Etwas spielerisch bzw. lustvoll erleben zu können, was im Alltag keinen Spielraum hat usw. …“

Und dann sprudelten die Fragen ohnehin schon, auf die ich versuchte, im Einzelnen einzugehen. Letztendlich merke ich im Nachhinein, dass das gute und fundierte Fragen und Antworten waren und zugleich dennoch nur ein kleiner Ausschnitt der komplexen Realität in den 1 1/2 Stunden, die dafür zur Verfügung standen.

Ja – wenn ich es mir recht überlege – finde ich diese Art von Interesse und Anerkennung aus einer ganz anderen Perspektive, nämlich der der Führungskräfte, schon sehr wohltuend und würde mir wünschen, dass dieser unser Wissensschatz öfter über die Grenzen des Studios hinaus praktische und sinnvolle Anwendung finden könnte. Das würde mich schon sehr interessieren.

 

Schade, dass ich kein Bild habe – aber Leona wird es veröffentlichen

Unsere „Geheimen Fluchten“ waren einfach großartig.

Leona, die Novizin und ich hatten echt unsere Freude! Dabei gab es 2 außerordentlich ansprechend geschmückte lebendige Weihnachtsbäume. Und das Interessante ist, dass mir die Sklavin Iris aus der Schweiz (die mit uns im Oktober in Berlin war – siehe Bericht) genau heute ein paar Fotos von sich und ihrer gestrigen Begegnung mit ihrem Dom geschickt hat, auf denen sie heftigst in verchiedenen Varianten mit brennenden Kerzen geschmückt war.

Wie synchron das ist – ohne dass wir voneinander wussten. Sicher ist das auch der vorweihnachtlichen Zeit zu verdanken.

Ach – von Iris könnte ich zumindest einen Fotoausschnitt zeigen.  irismitkerzen

Irgendwie witzig, oder?

Gerne erzähle ich auch mal eine skurrile Weihnachtsgeschichte. Als ich heute das Treppenhaus vor dem Studio betrat, stieg mir ein unangenehmer und ungewöhnlicher Geruch in die Nase. Irgendwie seltsam, ein wenig nach faulen Eiern oder Kohl oder eine Mischung – schwer beschreibbar. Im Studio selbst roch es gut und war davon nichts zu bemerken. Conny, unsere „Cleaning Lady“ wußte auch über den Geruch vor der Tür Bescheid und hatte ebenfalls keine Ahnung, woher er kam. Diesen Geruch gab es jedenfalls noch nie in den letzten 2 Jahrzehnten seit ich den Salon Excentric betreibe.

So wollte ich der Sache auf den Grund gehen und fand heraus, dass der Geruch aus dem Kellerraum kam und zwar von dort, wo sich der Gashahn befindet. Nun hatte ich den Verdacht, dass dies womöglich ausströmendes Gas sein könnte. Das war mir dann doch etwas unheimlich und ich verständigte die EnBW und begründete vor Conny, die mir dabei über den Weg lief, dass ich keine Lust hätte, mit dem Gebäude hier in die Luft zu fliegen. So wolle ich lieber auf Nummer sicher gehen.

Daraufhin meinte sie: „Ja stimmt – und dann noch so kurz vor Weihnachten!“

Na das hörte sich plausibel an: Wer will schon kurz vor Weihnachten in die Luft fliegen?!  😉

P.S. Es war kein ausströmendes Gas, sondern Wassermangel im Abflusskanal. Sorry an die EnBW Leute.